France

Konventionelle Blutdruckmessmethoden werden von führenden Hypertoniespezialisten in Frage gestellt

Ein umfassenderer Ansatz bei der Blutdruckmessung wird zunehmend von führenden Hypertoniespezialisten und angesehenen medizinischen Gesellschaften empfohlen, um exaktere Blutdruckwerte zu erhalten und somit eine bessere Einstellung der Patienten zu erreichen.



Bei einem Arztbesuch wird der Blutdruck des Patienten meist vom Arzt oder einer Krankenschwester gemessen. Als Patienten haben wir das als notwendigen Routinebestandteil jeder medizinischen Untersuchung akzeptiert. Nur wenige realisieren jedoch die Risiken, die mit den in der Praxis genommen Blutdruckmesswerten einhergehen.

Bedenken, die mit einer Einmalmessung in der Praxis einhergehen

Jüngste Studien haben belegt, dass die Bedenken bei einer Einmalmessung des Blutdrucks in der Praxis angebracht sind. Zahlreiche Studien weisen daraufhin, dass diese Schnellmessung nicht den „wahren“ Blutdruck des Patienten wiedergeben. Herkömmliche Fehlerquellen sind Ablesefehler, Messungenauigkeiten,“Masked Hypertension“, Weiß-Kittel-Effekt und weiteren Faktoren.

Die Übernahme dieser neuen Empfehlungen erweist sich als schwierig

Leider ist die Umsetzung der Empfehlungen im Alltag schwierig. Abgesehen von der steigenden Anzahl an Messungen, spielt noch andere Faktoren bei der Integration in den täglichen Praxisablauf eine Rolle. Auch wurde von den Ärzten der Besorgnis Ausdruck über die Zuverlässigkeit und Validität der durch den Patienten mit dem eigenen Blutdruckmessgerät erbrachte Daten verliehen. Nur Geräte, die validiert und kalibriert worden sind, liefern auch zuverlässige Blutdruckdaten. Oft ist auch die Kenntnis über die richtige Messtechnik beim Patienten nicht vorhanden und durch seine Voreingenommenheit liest der Patient falsche Werte ab.

Bessere klinische Ergebnisse durch akkurate Blutdruckmessungen

Diese Bedenken sind zahlreich und valide. Auch zeigen Studien immer öfter die Gefahren einer Diagnose und Medikation aufgrund einer einzelnen Blutdruckmessung auf. Da eine steigende Zahl von Patienten in der ärztlichen Praxis einen Blutdruck am Rande der Hypertension und Normotension zeigt, ist eine akkurate Zustandsdiagnose des wahren Patientenblutdrucks und eine daraus resultierende akkurate Behandlungsentscheidung, die sich direkt auf die Gesundheit des Patienten auswirkt, kritisch.

Führende Hypertoniespezialisten sind sich der Gefahr, sich alleine auf diese in der Praxis ausgeführte Einmalmessung zu verlassen und auf Grund dieser Daten eine Diagnose zustellen sowie die Therapie abzuleiten, durchaus bewusst. Sie empfehlen einen umfassenderen Ansatz der Blutdruckmessung, der eine Kombination der Blutdruckmesswerte in und außerhalb der Praxis (zuhause) berücksichtigt. Erst auf Basis dieser Werte sollte eine Diagnose sowie die Therapie erfolgen..